COLIN SIMBACH, LL.M.
RECHTSANWALT

“Rechtsanwalt Colin Simbach, LL.M. ist Gründungspartner von IT-ADVO. Er ist spezialisiert auf das Vorgehen gegen negative Online Bewertungen und berät zu allen Fragen des Datenschutz- sowie des Medien-Rechts. Mandanten schätzen besonders seinen ergebnisorientierten Beratungsansatz.”

Er wird schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen tätig:

  • Löschung negativer Online Bewertungen auf allen Portalen
  • Beratung zu erfolgreichem Reputationsmanagement im Internet
  • Beratung und Entfernung rechtswidriger Arbeitgeberbewertungen
  • Außergerichtliche und gerichtliche Vertretung, insbesondere in Bezug auf datenschutzrechtilche Abmahnungen und Klagen sowie Bußgeldverfahren
  • Medienrecht

 

Als Prozessanwalt erwarb Rechtsanwalt Simbach den Titel Master of Laws (LL.M.) im Bereich des Informationsrechts (information law). Dieses umfasst insbesondere Datenschutzrecht, E-Commerce sowie sämtliche Problemstellungen, welche mit der Verwendung des Internets einhergehen.

Kontakt zu Colin Simbach

Kontakt zu Colin Simbach

COLIN SIMBACH, LL.M.
RECHTSANWALT

“Rechtsanwalt Colin Simbach, LL.M. ist Gründungspartner von IT-ADVO. Er ist spezialisiert auf das Vorgehen gegen negative Online Bewertungen und berät zu allen Fragen des Datenschutz- sowie des IT-Rechts. Mandanten schätzen besonders seinen ergebnisorientierten Beratungsansatz.”

Er wird schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen tätig:

  • Löschung negativer Online Bewertungen
  • Datenschutzrecht
  • Außergerichtliche und gerichtliche Vertretung, insbesondere in Bezug auf datenschutzrechtilche Abmahnungen und Klagen sowie Bußgeldverfahren
  • Medienrecht

 

Als Prozessanwalt erwarb Rechtsanwalt Simbach den Titel Master of Laws (LL.M.) im Bereich des Informationsrechts (information law). Dieses umfasst insbesondere Datenschutzrecht, E-Commerce sowie sämtliche Problemstellungen, welche mit der Verwendung des Internets einhergehen.

15.02.2024

OLG entscheidet zu kununu, Beschluss vom 08.02.2024, Az. 7W 11/24 

Ein derzeit nur vorläufiger Wendepunkt in der Debatte um Arbeitgeber-Bewertungsportale

Stellungnahme von Rechtsanwalt Colin Simbach, LL.M

In einer Zeit, in der das digitale Echo eines Unternehmens seinen Erfolg maßgeblich beeinflussen kann, hat das Oberlandesgericht Hamburg mit seinem Beschluss vom 8. Februar 2024 (7 W 11/24) eine Diskussion entfacht, die weit über die Grenzen eines Gerichtssaals hinausgeht. Dieser Beschluss, gefällt im Rahmen eines einstweiligen Verfügungsverfahrens und bemerkenswerterweise ohne Anhörung von Kununu, hat das Potenzial, die Spielregeln für Online-Bewertungsplattformen neu zu definieren. Doch es ist wichtig zu betonen, dass die endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit noch aussteht, was Raum für weitere Entwicklungen lässt.

Ein Blick auf den Fall

Im Mittelpunkt steht ein Hamburger Unternehmen, das sich gegen zwei negative Bewertungen auf Kununu zur Wehr setzte, da es bezweifelte, dass ein tatsächliches Beschäftigungsverhältnis mit den Bewertern bestanden habe. Kununu, Teil der New Work SE, verteidigte die Authentizität der Bewertungen mit einem anonymisierten Gehaltsnachweis und lehnte deren Löschung ab. Diese Vorgehensweise wirft ein Schlaglicht auf die komplexen Herausforderungen, die sich im Spannungsfeld von Meinungsfreiheit, Datenschutz und Unternehmensreputation abspielen.

Die Reaktion von Kununu und die Bedeutung für das Geschäftsmodell

Die New Work SE, zu der neben Kununu auch Xing gehört, hat deutlich gemacht, dass sie den Beschluss des OLG Hamburg als „abwegig und falsch“ ansieht. Dieser Schritt, der ihr Geschäftsmodell potenziell bedroht, wird nicht kampflos hingenommen. Die Ankündigung, das Urteil in einem Hauptsacheverfahren überprüfen zu lassen, unterstreicht die Entschlossenheit von Kununu, für die Anonymität und Rechte ihrer Nutzer einzustehen. Die Zuversicht, dass eine andere Entscheidung getroffen wird, spiegelt den Glauben an die Stärke ihrer Argumente und die Bedeutung der Nutzeridentitätsschutz.

Vorläufige Natur des Beschlusses und der Weg nach vorn

Es ist entscheidend, die vorläufige Natur des OLG Hamburg-Beschlusses zu verstehen. Als Teil eines einstweiligen Verfügungsverfahrens getroffen, steht die endgültige Entscheidung noch aus. Diese Tatsache betont die Dynamik und Unsicherheit, die derzeit die rechtlichen Rahmenbedingungen für Online-Bewertungsportale umgeben. Das bevorstehende Hauptsacheverfahren wird nicht nur für Kununu und das betroffene Unternehmen von Bedeutung sein, sondern könnte auch weitreichende Implikationen für die Betreiber von Bewertungsplattformen und die Freiheit der Meinungsäußerung im digitalen Raum haben.

Schlussfolgerung: Ein offener Dialog und die Suche nach Ausgewogenheit

Während wir auf die endgültige Entscheidung warten, steht die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes im Umgang mit Online-Bewertungen außer Frage. Der Schutz der Identität der Nutzer und die Gewährleistung der Authentizität von Bewertungen müssen Hand in Hand gehen, um eine faire und transparente Plattform für alle Beteiligten zu schaffen.

Wir sind derzeit im Austausch mit kununu bezüglich der Frage, wie man dort bis zur endgültigen Entscheidung mit den Konsequenzen des Beschlusses praktisch umgehen wird und machen derzeit in einer Vielzahl von Verfahren Ansprüche geltend.  

In dieser sich schnell entwickelnden Landschaft bleibt abzuwarten, wie die endgültige Entscheidung ausfallen wird und welche Auswirkungen sie auf die Zukunft der Arbeitgeber-Bewertungsportale haben wird. 

Colin Simbach in den Medien

Bewertungen bei Google- Maps -Rufmord: Wie Google Straftaten ignoriert

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Üble Nachrede auf Google
Rechtsanwalt Simbach bei Frontal im ZDF zum Thema Google Bewertungen

Rechtsanwalt Colin Simbach wird gegen Bewertungen auf allen Portalen tätig:

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